00:00:04:
00:00:12: Ja, hallo und willkommen bei Geschmacksmuster.
00:00:15: Dem Podcast der Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt.
00:00:17: Begrüßen darf ich heute Vincent Ackermann.
00:00:20: Hi Vincent!
00:00:20: Schön dass du da bist.
00:00:21: Danke für die Einladung.
00:00:23: Vorab kurz ein paar Infos zu dir.
00:00:25: Du kannst dann gerne ergänzen oder mich berichtigen wenn ich was Falsches sage.
00:00:29: Gebürtig kommst du aus Koblenz und dann hat es dich auch zwischenzeitlich meiner Sachsen-Anhalt nach Magdeburg verschlagen.
00:00:35: Aber vorher hast Du noch Dein Bachelor, Industrial & Product Design an der Fachhochschule Aachen gemacht und dann im Jahr twentyfünfundzwanzig Deinen Master Engineering Design in der Hochschule Magdebruck Stendal.
00:00:47: Ja da vielleicht direkt die erste Frage was machst Du denn aktuell?
00:00:50: Aktuell bin ich in Hamburg Ich arbeite bei einem Deep Tech Unternehmen Holy Technologies hier und bin halt noch nebenberuflich als Freiberufler im Engineering Design tätig.
00:01:02: Also beides, freiberufliche unfeste Arbeitswelt?
00:01:06: Ja genau so ist das ja.
00:01:07: also man macht ja nebenbei auch immer nochmal Sachen.
00:01:10: aber hauptsächlich habe ich eine normale Vollzeitstelle hier in Hamburg.
00:01:15: und dann ist mir noch ne Sache aufgefallen als ich ein bisschen recherchiert habe in Vorbereitung auf unser Gespräch nämlich im Jahr.
00:01:25: Also zum einen der zweite Preis in der Kategorie Konzept beim Best Form Award, ... ... mit deinem Projekt Surface.
00:01:32: Dann Goldwinner beim Wonder Global Design Award... ... mit dem Projekt AutoJet und dann noch eine Auszeichnung beim... Ich hoffe ich sage es richtig, ID Neuland Nachwuchs-Wettbewerb auch... ... wie gesagt mit dem Projekt OMEX also drei Preise und auch drei unterschiedliche Projekte.
00:01:50: Erst mal Glückwunsch dazu.
00:01:51: aber das ist ja ein ganz schöner... Also schon beachtlich, sag ich mal.
00:01:54: Ich würde da auch gerne später noch einmal darauf zurückkommen.
00:01:58: Aber zum Einstieg mal ein paar kurze Entweder-oder Fragen um etwas warm zu werden.
00:02:04: Meine erste Frage.
00:02:05: Motorrad entwerfen oder Motorrad fahren?
00:02:08: Das sage ich auf jeden Fall Motorradfahren.
00:02:11: also.
00:02:13: ich habe natürlich eine Faszination für Motorräder und deswegen fahre ich und schraube mich sehr gerne daran Aber tatsächlich ins Mobility Design so ganz tief, wie man es halt wirklich klassisch macht mit Immobility für Autos oder Motorräder.
00:02:26: Das ist tatsächlich gar nicht mal so mein Thema.
00:02:28: also da bin ich eher im Industrie-Design wiederzufinden und deswegen fahre ich da lieber.
00:02:34: Aber anschließend vielleicht dann auch direkt die nächste Frage Skizzenbuch oder lieber digitale Entwürfe?
00:02:40: Das ist wirklich schwierig!
00:02:42: Ich glaube, da kann ich kein entweder Oder machen weil das eine Kombination.
00:02:46: Wenn ich irgendwas habe, wenn ich jetzt über irgendeinen Kapp-Modell drüber sketchen will dann ist natürlich digitale und schlagbar.
00:02:52: Ich mache ein Foto davon, ich sketche was drüber... ...ich hab direkt alle unendlich Farben dabei kann da drüber zeichnen.
00:02:58: Aber wenn ich wirklich von Null anfange, da mach' ich's dann doch lieber eigentlich mit einem Cully ganz klassisch meistens auf irgendeinem richtig alten Stück Papier was da umpassend ist weil man das dann immer schlecht irgendwie einscannert abfotografieren kann.
00:03:14: aber Irgendwie kommt da dann das Gefühl besser rüber und da bin ich kreativer.
00:03:18: Also es ist tatsächlich eine Kombination, da kann ich keins wählen.
00:03:22: Okay verstehe.
00:03:23: Dann noch eine Frage bevor wir denn richtig ins Thema reingehen arbeiten lieber im Team oder doch lieber konzentriert allein und richtig vergraben mit dem Thema?
00:03:34: Ich glaube ich kann sehr gut auch mit so Deep Work Phasen zurechtkommen.
00:03:40: also wenn ich halt eben einmal mit dem team abgestimmt habe Was ist jetzt zu machen?
00:03:45: Dann bin ich, glaube ich am effizientesten wenn ich dann hingehe und das dann ausarbeite.
00:03:50: Und dann gehen wir natürlich wieder ins Team und dann sprechen wir und dann gucken wir was da der bessere Weg.
00:03:55: aber um mich zu konzentrieren schließe ich mich am liebsten in einer kleinen Kammer ein und dann kommt am Ende irgendwas raus.
00:04:01: So ein gesunder Mix würde ich jetzt mal sagen.
00:04:03: Ja,
00:04:03: das auf jeden Fall.
00:04:05: Zum Einstieg habe ich einen Zitat oder einen kurzen Textabsatz von einer Website mir herausgesucht Den ich jetzt teilweise selber übersetze, weil ich das im Englischen vielleicht ein bisschen falsch wiedergebe.
00:04:18: Aber es geht darum dass du sagst okay ich habe für meine Designs einen Credo oder ein Motto gefunden die sie ziemlich treffend beschreibt nämlich advancement through holistic design.
00:04:28: Ich übersetz mal frei also so Fortschritt weiterentwicklung durch ein ganzheitliches Design.
00:04:34: und da wollte ich als erstes mal nachhaken was genau ist holistic design?
00:04:40: Was zeichnet das aus?
00:04:41: Also was ich mir dabei gedacht habe ist halt, dass es vor allem darum geht von Schritt eins wirklich die ganzen Lebenszyklus von einem Produkt zu betrachten.
00:04:51: Als Beispiel das wenn ich jetzt anfange irgendeinen Produkt, was jetzt angefragt und wir wollen das machen, dass sich von da an in der Konzeptphase mich schon überlege kann nicht das denn überhaupt?
00:05:03: auseinander bauen, um das vielleicht mal irgendwann zu reparieren oder auch zu recyceln.
00:05:07: Je nachdem wie der End of Life von dem Produkt aussieht und dass man nicht halt eben dieses ganzheitliche Betrachten.
00:05:13: andere Bereiche sind halt eben auch natürlich die Fertigung aber auch die Leute die es fertigen.
00:05:19: also ist das denn überhaupt angenehm zu fertigen?
00:05:21: Oder ist das total schrecklich das zusammenzuschrauben und man bricht sich dabei die Finger?
00:05:26: Also eben dass man alle Wertschöpfungsschritte in einer Produkteentwicklung halt vom Anfang an mit betrachtet weil gerade eben dass Industrie-Design oder auch gerade in dieser Konzeptphase am Anfang man die richtigen Weichen legen kann und total große Hebel hat für den ganzen Prozess, der halt darauf wohnt.
00:05:42: Ja okay verstehe da würde ich auch noch mal ein bisschen tiefer reingehen.
00:05:47: wie gestaltet sich dann bei dir so einen Designprozess?
00:05:51: Also du hast schon gesagt also wo es geht zum Buch aber denn auch irgendwann der digitale Entwurf.
00:05:56: Ich hatte einen MDR Beitrag mit dir gesehen, da gab's denn auch irgendwie Modelle mit Lego aber auch irgendwie drei D Renderings.
00:06:03: Ja magst du uns dann mal ein bisschen mitnehmen?
00:06:06: Also mein Effekt arbeitet man viel halt neben dieser Konzeptphase gerade am Anfang von der Produkteentwicklung.
00:06:11: das heißt als erstes geht es darum erstmal Die Anforderungen verstehen, weil meistens gibt es eine Produktentwicklung das irgendein Thema gibt.
00:06:19: Das wollen wir machen so und dann muss man erstmal verstehen was ist das Thema?
00:06:23: Was sind die Benutzer?
00:06:25: Was ist jetzt vielleicht auch der Kunde der das herstellen möchte und hat eben da einfach einen Austausch gehen in die Kommunikation Interviews führen dass vielleicht auch mal selber machen Was auch immer man da entwickelt, dass man diesen Arbeitsschritt mal macht.
00:06:37: Dass man das benutzt was gibt es jetzt gerade?
00:06:39: Eben halt diese Research Phase am Anfang und wenn man das verstanden hat dann geht man in dieser Ideation Phase also Ideen sammeln alles was einem so einfällt einfach mal quantitativ alles raushauen und dann mal einen Blick darauf werfen was habe ich denn überhaupt?
00:06:55: und dann geht mein meistens hin und pickt sich ein paar Lorbeeren.
00:06:58: das finde ich gut.
00:06:59: das finde nicht so gut.
00:07:00: Hier die besten, die kombiniere ich jetzt einfach mal in einer Idee.
00:07:03: Vielleicht auch zwei oder drei, die ich dann im Detail noch einmal betrachte.
00:07:08: Ich baue mal aus Pappe ein Prototyp wenn es irgendwas ist zum Anfassen.
00:07:11: Ich bau es aus Schaumstoff und ich drück was drei D. Da gibt's alle Möglichkeiten vielleicht wenns auch viel mit Farbe usw.
00:07:18: oder Materialien zu tun hat.
00:07:19: Dann macht man sich mal einen Testmaterial schaut sich das mal an und ist halt einfach viel umrumprobieren am experimentieren Und definiert dann daraus eine erste Version.
00:07:30: Die hat man vielleicht mal drei D gedruckt, dann geht man wieder in den Austausch und zeigt mal hier das habe ich gemacht was ist denn euer Feedback da drauf?
00:07:39: Gibt es ein Feedback am ersten Mal ist nie perfekt, dann gibt's in die nächste Iterationen und so geht das dann halt immer weiter bis man irgendwann sagt okay ich denke wir sind uns jetzt einig dass das hier gerade die beste Lösung mit der wir gerade überhaupt hinkommen Und wir definieren die jetzt noch mal genauer.
00:07:58: Das ist so dieser Prozess im Anfang, dass man eben in diesen Loops und diese Ideation geht... ...und dann wirklich von verstehen das Produkt bis.
00:08:05: ich habe eine Idee gefunden.
00:08:07: lasst uns Thema anschauen gehen.
00:08:08: Damal direkt eine Nachfrage ist AI für dich da schon irgendwie ein Thema?
00:08:14: Ich hab das einem anderen Gespräch gehabt.
00:08:17: Da ging es dann darum, dass das Team dann AI sehr gerne genutzt hat für so schnelles Prototyping zum Beispiel Und was jetzt selbst schon ein paar Phasen genannt.
00:08:27: Also ich kann mir durchaus vorstellen, dass da so einen Tools auch eine gewisse Relevanz mittlerweile haben?
00:08:31: Ja auf jeden Fall hat er seine Grenzen aber man kann es für manche Bereiche zum aktuellen Zeitpunkt sehr schnelle Entwicklung benutze sich das für einige Sachen.
00:08:41: also einmal natürlich Research schnellen Überblick über irgendwas haben möchte.
00:08:48: Natürlich muss man die Sachen dann auch nochmal selber überprüfen, stimmt das auch?
00:08:51: Es gibt halt sehr viele Misinformationen da.
00:08:53: aber wenn man erstmal allgemein... ...das Umfeld verstehen möchte und so ein bisschen wie mit einem Experten darüber sprechen möchte, dann hilft es erst mal eine grobe Richtung zu bekommen.
00:09:04: Und dann muss man das wie gesagt natürlich selber noch einmal überprüchen.
00:09:07: Was auch noch interessant ist eigentlich der Bereich von schnellen Renderings ... in einem ersten Stadium, wenn es noch keinen Cut-Modell gibt.
00:09:16: Also man macht zum Beispiel einen Sketch auf dem iPad oder von Hand wie auch immer, lädt das halt eine AI rein und beschreibt was man haben möchte... ...und kann dann in diesem ersten Stadium schon mal
00:09:28: nennen.".
00:09:29: grobe Abschätzung davon bekommen, ja so könnten Materialien, so könnten Farben und so weiter darauf wirken.
00:09:35: Das hat als eine Limitation wenn man es nicht perfekt steuern kann und natürlich einige Fehler auch da drin sind.
00:09:41: aber wenn man eben in dieser Konzeptphase bleibt nur irgendwas schnell mal zeigen möchte dann hilft das da an dem Schritt auf jeden Fall.
00:09:47: das sind die zwei Dinge wo ich am meisten benutze.
00:09:50: AI für Cut Modelle kommt zu langsam ist aber Zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht so hilfreich, dass man jetzt damit irgendwie die Ideation Phase überbrücken könnte.
00:10:02: Da bin ich zumindest jetzt auf jeden Fall noch schneller indem ich es einfach kurz selber mache.
00:10:06: Ja
00:10:07: du hast ja gesagt das entwickelt sich schnell.
00:10:09: also mal schauen was da als nächstes kommt.
00:10:11: aber das ist eine gute Überleitung.
00:10:12: Ich hatte ja gesagt ich wollte auf deine Preise, auf deine Auszeichnungen nochmal zu sprechen kommen und hatte drei Projekte genannt Surface Autojet und OMEX.
00:10:22: Das kam jetzt schon ein bisschen durch, also dass Research ein Thema ist in dem Bereich, in dem du arbeitest.
00:10:28: Weil ich meine das eine Gerät, Surfix ist eher etwas was ich im Bereich Gebäudesanierung vermute.
00:10:36: Also Baustelle, Autojet ist dann wiederum etwas was er in den Bereichen Medizintechnik gehört und OMEX ist dann auch wieder um etwas was mit Mobilität zu tun hat.
00:10:46: Also irgendwie allein mit den drei Projekten ist es halt ne extreme Bandbreite.
00:10:51: Du hast jetzt schon ein bisschen gesagt, wie das abläuft der Design Prozess.
00:10:54: Aber wenn ich diese Bandbreite sehe... Wie geht man da heran?
00:10:59: Also du musst dich ja dann schon teilweise ganz schön einarbeiten.
00:11:02: Du hast gesagt okay manchmal holt man sich denn schon mal ein Produkt und guckt sich das an aber da vielleicht nochmal mehr nachgehakt.
00:11:08: also
00:11:09: Ja, das ist halt das Schöne finde ich.
00:11:11: Man wird irgendwo irgendwann als mein Experte für alles, man kommt so in alle Bereiche rein und jetzt gerade im Studium ist es halt sehr breit gefächert.
00:11:19: später im Job ist man meistens dann eher in so einem Bereich unterwegs.
00:11:23: Es gibt ja auch eine Designagentur die macht nur Medizintechnik zum Beispiel.
00:11:29: Dann hat man natürlich Experten-Teams und Leute mit Erfahrung.
00:11:33: aber man baut sich die Erfahrungen auf.
00:11:34: wie tut man das?
00:11:36: eben indem man zum Glück das Internet hat und sich da halt super viel belesen kann.
00:11:40: Man kann YouTube-Videos darüber schauen, wie wird denn sowas überhaupt gemacht?
00:11:44: Zum Thema Autoged.
00:11:45: Ich habe mir ganz viele Videos angeguckt.
00:11:47: Wie wird denn so eine Hüftgelenkoperation gemacht?
00:11:51: Ist ja interessant auf jeden Fall wenn dann da mit eher wirklich Handwerkswerkzeug an den Becken rumgehemmert wird.
00:11:58: aber ja so wird es halt gemacht und so versteht man das auch.
00:12:01: Und dann spricht man halt eben auch noch mit den Anwändern, also Wiederbereich Surface.
00:12:08: Leute von der Baustelle, also Leute die das machen oder bei mir war es jetzt relativ einfach mein Vater ist Architekt wir haben auch viele Architekten vorne.
00:12:15: dadurch können wir an Handwerker können auf eine Baustellige gehen können uns das anschauen und dann hat man natürlich da einen direkten Einblick und kann sichs auch ein echt anschauen.
00:12:23: Und Thema Autojet ich war halt vorher zum Beispiel beim Fraunhofer Institut für Lasertechnik mit meiner Bachelorarbeit Auch im Bereich Medizintechnik.
00:12:31: Dadurch kam ich da in den Medizinteknikbereich tiefer rein.
00:12:35: Und der Mobility-Bereich, da hatte ich jetzt im Bachelor auch schon ein Projekt gemacht und man kriegt es irgendwo immer mit.
00:12:42: Da ist natürlich der Einstieg schwieriger jetzt in die klassische Mobilindustrie oder Branche.
00:12:48: aber man hat trotzdem immer irgendwelche Experten, die halt in dem Bereich mehr Informationen haben, mit denen man sich dann austauschen kann und die einem dann so einen Experten meinung geben kann.
00:12:57: So kommt das dann halt zustande!
00:13:00: Das finde ich total spannend wenn man irgendwann von allem, was gelernt hat irgendwie alles so ein bisschen weiß und man seine Wissen total aufbauen
00:13:09: kann.
00:13:09: Ja ich fand allein das mit den drei Projekten schon ziemlich beeindruckend.
00:13:13: also wie gesagt die Bandbreite die da drin steckt und hab dann auch bei Autochet war ich auf der Projektseite bei dir auf der Website und habe mir auch gedacht ich wusste nicht mal dass das gerade ein Thema ist aber beeindruckt.
00:13:26: Aber was sich dabei Industrie-Design immer schön finde oder spannend finde Darum geht einfach irgendwas Bestehendes nochmal quasi neu zu machen irgendwie ein bisschen schicker, sondern es immer ein Thema ist Sachen zu optimieren oder für Probleme sage ich mal einen Lösungsansatz zu finden.
00:13:47: Und ich habe gerade schon gesagt bei dem Auto Jet war mir nicht mehr bekannt dass das ein Thema sein könnte.
00:13:52: darum an sich die Frage findet man denn solche Probleme?
00:13:56: Oder wie identifiziert man Optimierung Potenziale?
00:14:00: Also man hat jetzt in dem Fall zum Beispiel zwei Möglichkeiten.
00:14:04: AutoJet war jetzt, es kam eine Firma auf uns oder die Hochschule zu, die eben dieses Problem erkannt haben, die da auch die Experten drin sind und sagen wir wollen das hier mal im Produktdesign betrachten.
00:14:17: Das ist natürlich das Eine dass die Experte selber sagen das ist ein Problem das wollen wir lösen und das andere ist eben diese externe Sicht darauf.
00:14:25: oft sind die Leute, die das täglich benutzen, die da eben Experten sind.
00:14:30: Die nehmen das so hin und sagen ja, das haben wir schon immer so gemacht, es funktioniert ist zwar irgendwie ein bisschen unangenehm aber geht noch irgendwie... Aber hinterfragen nicht oder haben vielleicht dann auch gar nicht das Wissen dass man das jetzt irgendwie überhaupt anders machen könnte?
00:14:46: Und wenn man dann eben vielleicht in einem Rahmen auch jetzt bei SurfHex von dem Uni-Projekt dass man darauf auf Maxxon gemacht wird.
00:14:55: Es ging eben um Handwerk und es ging um Messmittel im Handwerk, dann betrachten wir halt mit einem komplett anderen Blick diese ganze Lage die arbeiten die Leute und kommen dann auch auf Ideen- und Lösungsansätze an die die Leute die Anwender gar nicht gedacht hätten.
00:15:11: bei so einen Bodensanierungsschleifer ja er funktioniert natürlich aber ist halt irgendwie jetzt nicht so ein effizienter Prozess.
00:15:20: Augen von extern können halt da sehr viel bringen.
00:15:23: Also dann kommt man oft auf Lösungen, die man vorher noch nicht angedacht hat.
00:15:27: und dann fragt man warum macht ihr das eigentlich so?
00:15:30: Warum macht ihr es denn noch nicht so?
00:15:31: Und dann ist meistens dann die Antwort ja stimmt keine Ahnung haben wir schon immer so.
00:15:36: mal habe ich so gelernt Ja okay aber vielleicht geht's auch besser.
00:15:40: also spannend dass quasi auch über die ich sag mal die Lehre an der Hochschule da schon so eine Einblicke möglich sind.
00:15:48: und Eine schöne Überleitung zu meiner nächsten Frage, also du hast jetzt quasi dein Studium erfolgreich abgeschlossen.
00:15:57: Mit allem was du Studium erlebt hast, was du machen konntest und auch was du jetzt arbeitest.
00:16:04: Welchen Menschen würdest du denn ein Studium im Industrie-Design-Industrie Design ans Herz legen?
00:16:12: Also für wen könnte das etwas sein?
00:16:14: Also vielleicht auch mit Blick auf dich, welche Interessen haben bei dir da eine Rolle gespielt dass du dich dafür entschieden hast.
00:16:21: Was für mich eigentlich so der ausschlaggebende Punkt war ich war als Kind immer sehr interessiert irgendwie neue Dinge zu entwickeln irgendwas auszuprobieren und so weiter.
00:16:31: Ich habe damals immer das lustige Taschenbuch gelesen ich weiß nicht ob du das kennst.
00:16:36: Da gab es dann die Hüsentrieb Und den fand ich immer am spannendsten, weil der mal irgendwas gebaut hat.
00:16:43: Das war dann auch irgendwo so das... Ich bin halt in mich gegangen nach der Schule, dass man ja sowieso total verwirrt oder überwältigt von den Möglichkeiten die es jetzt noch gibt und dann habe ich gesagt was will ich eigentlich machen?
00:16:56: Was wollte ich als Kind machen?
00:16:57: Ich wollte erfinder werden!
00:16:59: Das war so, dass ich dann immer im Kindergarten irgendwo hingeschrieben habe.
00:17:03: Wenn mich jemand das gefragt hat, dann hab' ich gedacht okay was kommt denn ganz als Nextes?
00:17:07: und hab' dann halt so Studiengänge betrachtet, was gibt es?
00:17:10: Und bin dann halt auch eben zu so Mappenberatung oder tagt ihr auf einer Tür wo man sich die Sachen angucken kann, hat hingefahren und das ist total spannend, das hat eben da solche... Neuwertigen Sachen, die es halt noch nicht gab, entwickelt werden und Konzepte dafür entwickelt werden.
00:17:25: Und ich würde sagen dass auch das was jemand haben müsste der das studieren möchte also eben diese Neugier und nach etwas Neuem und dieses dieser Drang irgendwas zu erschaffen weil das war was mich auch am meisten angetrieben hat.
00:17:41: Weil für mich ist eigentlich das Erfüllendste, dass du an irgendwas arbeitest und am Ende kommt was raus Und das gibt es dann und das hilft Menschen, dass ist irgendwie was immer sie machen, dass es besser geht.
00:17:53: Dann ist man da stolz drauf auf das Produkt, auf das was man da entwickelt hat, egal wie klein oder groß das Ganze sein mag.
00:18:00: Das ist eigentlich das, was mir die meisten Motivationen gibt und was eigentlich auch irgendwo die Grundmotivation war mit dem ich in das ganze Studium gestartet
00:18:09: bin.".
00:18:10: Ich mag den Hinweis auf Daniel Düsentrieb also alle, die zuhören und auch Fan sind Vielleicht ist das ja das richtige Studium dann für euch.
00:18:18: Ja, ich hatte schon gesagt du hast in Aachen studiert und dann in Magdeburg an der Hochschule?
00:18:23: Da nochmal nachgehakt.
00:18:25: was hat denn für dich quasi für den Wechseln nach Magdebruck gesprochen?
00:18:29: also was war da ausschlaggebend?
00:18:31: Für mich war es dass sich im Studium in Aachem gemerkt habe Ich interessiere mich vor allem eher für den technischeren Bereich Und deswegen wollte ich halt eben etwas machen was mehr in die Richtung geht.
00:18:44: In Aachen gibt es auch ein Master, der heißt jetzt aber nur noch Design.
00:18:48: Also ist er allgemeiner gefasst und hat auch viel Kommunikationsdesign mit dabei was jetzt nicht unbedingt mein favorite Themenbereich ist.
00:18:58: Und dann habe ich den Master hier in Magdeburg gefunden, den ich so auch sonst gar nicht vergleichbar irgendwo in Deutschland gefunden habe.
00:19:06: Engineering-Design sagt sie auch schon im Namen ist natürlich ein stärkerer Fokus eben auf Technik, auf Ingenieurwissenschaften.
00:19:14: Deswegen war das so eigentlich zumindest von den Mastern, die ich jetzt in Deutschland gefunden habe.
00:19:19: So mit der, der mich am meisten interessiert hat.
00:19:22: Ich hatte mich auch in Schweden im Übio beworben.
00:19:26: Da gibt es den Master APD.
00:19:29: Advanced Product Design ist eine der enormätesten Hochschulen in Europa oder auch in der ganzen Welt.
00:19:36: Ich hätte tatsächlich auch ne Zusage und hab dann Olegen gesprochen, der vorher auch in Magdeburg war und dann darüber gewechselt hat tatsächlich.
00:19:45: Wollte von ihm wissen ja wie ist es denn?
00:19:47: Was macht ihr da?
00:19:48: und so weiter?
00:19:48: Es waren super schwierige Entscheidungen weil ich halt da die Zusage hatte und die nehmen wirklich nicht viele Leute.
00:19:53: Das ist wirklich nicht so einfach aber habe dann irgendwie aus dem Bauhaus gesagt, ich mache jetzt doch lieber Magdeburger Ständerl eben wegen diesem Engineering Part, eben wegen diesen technischen Part, weil das andere dann doch eher ... noch auf diese klassische Produktdesign Art und Weise war.
00:20:11: Und es hat mir auch total gut gefallen, also ich kann den Master nur weiter empfehlen... Ich fand ihn super!
00:20:18: Was in Umeo ist weiß ich nicht.
00:20:20: Es ist hundert Prozent ein super tolles Studium da.
00:20:23: Ob das jetzt besser gewesen wäre?
00:20:25: Ich kann's nicht sagen.
00:20:25: aber ich glaube das ist auch was, worüber man jetzt nicht nachdenken sollte.
00:20:29: Das war aber so die Entscheidung, die ich da treffen musste und habe eben wegen diesem Engineering-Part dann gesagt,... ...ich möchte jetzt zum Nachmachdruckstände
00:20:35: gehen."
00:20:36: anstatt den Hachen zu bleiben.
00:20:38: Ich glaube, es gibt bestimmt viele Menschen in der Hochschule die sich gerade gefreut haben über das was du gesagt hast also Schweden ausgeschlagen und dann sich für Magdeburg entschieden.
00:20:47: vielleicht nochmal wir kommen schon so langsam zum Ende noch einmal den Bogen zurück zur Auszeichnung.
00:20:54: Wir sind ein bisschen drauf eingegangen welche Bandbreite da drin steckt.
00:20:58: ich würde aber nochmal eine andere Richtung fragen wollen Aus deiner Sicht, welche Bedeutung, welche Rolle spielen solche Wettbewerber?
00:21:07: Also vielleicht auch gerade für Industrie-Designer, Industrie Designerinnen.
00:21:11: Und warum lohnt es sich da mitzumachen und wir sind ja hier beim Podcast der Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt.
00:21:19: also vielleicht wer sollte vielleicht auch beim Best Form Award mitmachen?
00:21:22: oder warum sagst du das gut ist damit zu machen?
00:21:26: Ja so dazu sage ich immer dass es halt einfach erstmal die Hürde ist super gering als Student das zu machen, weil sehr viele Wettbewerber eigentlich die meisten haben auch keine Eintrittsgebühr für Studenten und das muss man halt einmal aus dem Grund natürlich mitnehmen.
00:21:42: Weil später wird es tatsächlich relativ teuer.
00:21:45: Auch gerade bei so größeren Awards wie jetzt so IF-Design Award oder sowas als Firma oder auch als Freelancer wie auch immer kostet das schon einiges an.
00:21:53: Das heißt einmal die Hürde ist super gering Und dann ist es halt einfach eine Bestätigung für eine gute Arbeit.
00:22:00: Das heißt, wenn man da was einreicht und auch ein Award oder eine Auszeichnung bekommt, dann bestätigt das einfach okay dass was ich hier entwickelt habe ist nicht nur im Unikontext sondern auch außerhalb relevant.
00:22:14: die Leute sehen auch wirklich den Nutzen davon und das bestätigt einen natürlich noch weiter in dem Ganzen was halt schön ist was einfach ja schön zu hören ist wirklich gute Produktideen auch zu veröffentlichen.
00:22:29: Also weil natürlich da eine viel größere Reichweite drin ist, als wenn das jetzt nur ein Uni-Projekt ist, weil das hat oft dann in der Uni bleibt im Portfolio bleibt und die Leute kriegen es halt nicht so mit.
00:22:39: Und durch das Design Award kann das auch veröffentlicht werden und vielleicht auch die richtigen Leute treffen.
00:22:43: also wenn es dann eine Firma gibt sie sagt hey das finde ich super klasse wir wollen uns daran weiterarbeiten.
00:22:48: Dann kommen Sie vielleicht ja auf dich zu und sagen sollen wir mal schauen ob wir darauf einen Männer kommen.
00:22:54: Und ich glaube dafür ist das einfach eine tolle Möglichkeit und es ist super, dass es das gibt.
00:22:59: Weil das muss halt eben auch jemand veröffentlichen und es muss jemand organisieren um dann halt auch eben so, dass halt auch Studenten da gerade mitmachen können weil natürlich sonst die meisten Studenten wenn es jetzt irgendwie Eintrittsgebühr kostet, dann ist natürlich die Hürde vielleicht ein bisschen groß.
00:23:15: deswegen natürlich auch dann super dass es überhaupt da die Möglichkeiten gibt und sowas veranstaltet wird.
00:23:21: Wurde dir da im Studium darauf aufmerksam gemacht?
00:23:24: Genau, also das ist halt wirklich hier im Studiums auch super gewesen.
00:23:28: Weil wir haben zwar sehr engagierte Professoren die gefühlt alle Design Awards kennen und da gibt es noch einen und hier und da macht er mal mit und dann pruschen sie auch und sagen hey Leute krieg ich den Arsch hoch reicht einmal was ein.
00:23:41: Das ist zweimal bisschen lästig weil jeder Design Award hat so... seine eigene Anforderungen.
00:23:46: Der eine will zehn Seiten PDF im Querformat, der andere möchte drei Seiten A-Vier, der Andere möchte ein Poster und der Ande möchte ein Video.
00:23:52: Das ist dann irgendwie die gleiche Information aber halt anders verpackt.
00:23:56: Das es manchmal ein bisschen anstrengend ist, den mal dasselbe zu schreiben, aber anders.
00:24:01: Aber das ist auf jeden Fall gut, dass wir da nochmal gepusht werden gesagt haben, mach das mal!
00:24:06: Es lohnt sich.
00:24:06: Und wenn man dann einmal was gewonnen hat, denkt man ja stimmt Es lohnt sich schon.
00:24:10: Das ist schon cool, das zu machen und dann ist man auch motivierter vielleicht noch mal zu machen weil es ja nicht so war, wo ich was eingereicht habe, dass ich überall etwas gewonnen hatte.
00:24:21: Aber wenn man einmal etwas gewinnt, dann ist irgendwie motiviert weiterzumachen.
00:24:29: Man darf das nicht sehen, dass wenn man jetzt irgendwo etwas nicht gewinne, dass dann das Produkt schlecht war, kann aber einfach nur sein... Gerade die Jury oder der Design Award vielleicht für das Produkt nicht passend ist, also es gibt halt Produkte diesen eher auf Sustainability ausgelegt.
00:24:44: Da geht's auch vor allem um nachhaltige Materialien und so weiter.
00:24:47: Gibt's andere diese auf User Experience ausgelegt?
00:24:50: Wie nutzt die Person das Ganze?
00:24:52: Also da alle Bandbreiten... Man muss halt die richtigen Leute treffen mit dem Produkt.
00:24:57: Ja allein der IF-Wort hat ja zig Kategorien.
00:25:01: Das ist ja auch unglaublich groß!
00:25:04: Aber hat sich ja gelohnt Kann man nochmal sagen und damit kommen wir auch schon zum Abschluss.
00:25:09: Und ich würde sagen, das Gespräch hat sich auch gelohnt.
00:25:12: Hoffe für alle die zugehört haben!
00:25:15: Dann sag' ich weiterhin viel Erfolg bei deiner Arbeit mit deinen Projekten und dank dir dass du dabei warst.
00:25:22: Ich danke dir auch für die Einladung Steffen also hat mir sehr viel Spaß gemacht.
00:25:25: Das freut mich.
00:25:26: Ich wünsche ja auch allen, die zuhören, dass ich euch vielleicht so ein bisschen Einblick geben konnte
00:25:30: und euch
00:25:31: vielleicht einmal eine Entscheidung
00:25:32: halten konnte.
00:25:33: Super, na dann.
00:25:34: Ciao!
00:25:35: Bis bald,
00:26:09: ciao!