Geschmacksmuster – Der Podcast für die Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt

Geschmacksmuster – Der Podcast für die Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt

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00:00:04:

00:00:12: Ja, hallo und willkommen bei Geschmacksmuster.

00:00:15: Dem Podcast der Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt.

00:00:17: begrüßen darf ich heute Stefan Neubach.

00:00:19: Hi Stefan!

00:00:20: Schön dass du da bist.

00:00:21: Hallo freut mich hier sein zu dürfen.

00:00:22: ja schön das es gepasst hat weil Du bist ich sag mal viel beschäftigt und da würde ich gern mal nachlegen und ein bisschen aus deinem bisherigen Leben zitieren Und zwar, du bist aktuell zwanzig Jahre alt und bist Informatiker aber auch Jungunternehmer.

00:00:40: Kommst aus Petersberg bei Halle und bist aktuell in Potsdam und studierst da am Hasrow-Platner-Institut.

00:00:47: Und dazwischen liegen noch einige, ich sag mal wichtige Schritte bzw.

00:00:52: richtig viele Auszeichnungen.

00:00:54: was sich gesehen hatte dass Du bereits als Schüler viermal Bundesfinalist warst bei Jugendforst.

00:00:59: Du warst Bundesseeger bei Jugendgründet.

00:01:02: Du wars Gewinner bei Startup-Teens Du hast auch schon auf der bits und pretzels konferenz gesprochen.

00:01:09: Und dann gab es doch noch mal eine Aufenthalt in usa.

00:01:13: also was unter anderem beim zhaus bei sauswest in ostem texas, und genau hast du als erster deutscher den internationalen studentens data preis erhalten ist einiges zusammengekommen.

00:01:25: glückwunsch.

00:01:25: erstmal zu den ganzen auszeichnungen.

00:01:27: ja habe ich was wichtiges vergessen.

00:01:29: willst du noch was ergänzen?

00:01:30: vielen

00:01:30: vielen dank für das fantastische intro.

00:01:32: super.

00:01:33: Dann zum warmen werden.

00:01:36: für dich und für mich habe ich so drei Fragen vorbereitet.

00:01:39: Entweder oder fragen.

00:01:41: die erste Theorie Unterricht, oder eher Learning by Doing?

00:01:45: Ich bin großer Freund vom Learning By Doing.

00:01:48: also wirklich Projekte realisieren und tatsächlich Sachen bauen, Sachen machen an denen man die Begeisterung für die Theorie denn auch entwickeln kann.

00:01:57: Und ich glaube es geht nicht vollständig ohne Theorie.

00:01:59: Ich glaube muss auch diesen Theorie Part vollständig verinnerlichen.

00:02:04: Aber ich glaube, diese praktische Randingsweise hat jedenfalls bei mir immer sehr gut funktioniert.

00:02:09: Ich habe es schon fast vermutet.

00:02:11: Mal gucken wie du die nächste Frage findest.

00:02:13: Bugs fixen oder lieber ein neues Feature bauen?

00:02:18: Sehr gute Frage!

00:02:19: Also ich bin natürlich immer leidenschaftlicher bei den neuen... Features waren dabei, also es macht natürlich mehr Spaß dann tatsächlich die eigenen Produkte zu erweitern.

00:02:28: Aber ich glaube für den Nutzer ist es am wichtigsten die Bugs zu fixen und das versuche ich da noch immer so zu realisieren.

00:02:36: Dann letzte Frage zum Warmwehren mit allem was du schon gemacht hast heute eher Bühne oder lieber der Bildschirm?

00:02:44: Also ich finde die Formate in Präsenz immer besonders.

00:02:49: Ich glaube dieses persönliche sozusagen im gleichen Raum zu sein, er kann durch Bildschirme nicht wirklich ersetzt werden.

00:02:57: Und genau deswegen bin ich auch so begeistert immer dabei irgendwie in Präsenz bei Sachen dabei sein zu

00:03:03: können.".

00:03:04: Ja du warst ja schon bei einigen Sachen dabei das haben wir ja schon kurz gehört.

00:03:10: und dann lass uns mal einsteigen ins Thema und zwar würde ich gerne bisschen schauen wie dass alles bei dir angefangen hat und da habe ich einen Zitat gesehen.

00:03:20: das fand ich ziemlich cool.

00:03:22: Da geht es darum oder die Aussage ist, dass bald ja alles mit der Faszination anfingen aus Code und Ideen etwas Greifbares machen.

00:03:33: Kannst du das vielleicht ein bisschen mehr ausführen?

00:03:36: So was waren da vielleicht auch die ersten Projekte, die dann gekommen sind?

00:03:40: auf jeden Fall sehr gerne also... Das erste Mal als ich in Kontakt mit Code gekommen bin aber auch mit dem selber bauen war wahrscheinlich in der fünften Klasse, in der Lego Robotica gehen meiner Schule.

00:03:53: Also meine Schule hat da eine AG angeboten wo man eigenständig Lego Roboter bauen konnte und ich war das wirklich faszinierend!

00:04:01: Auf einmal konnte ich meine Ideen Realität werden lassen, eigene Roboter bauen oder dann aber auch selbst programmieren also selbst festlegen was der Roboter in welche Situation machen kann.

00:04:12: und gerade dieses physische als Kind war natürlich Begeisternd mit Motoren und Sensoren zu arbeiten.

00:04:20: Und das haben wir so viel Spaß gemacht, dass ich dann mir zum Geburtstag selber so einen Robotik-Set zu Hause gewünscht habe... ...und dann angefangen habe zuhause weiterzutüfteln!

00:04:31: Dann hab' ich von diesem Wettbewerb namens dieses Jugendforscht gehört.

00:04:35: Bei uns in der Schule gab's einige Leute die daran teilgenommen haben.

00:04:39: Ich wollte sowieso irgendeinen Projekt mit meinem Roboter machen und habe mich da angemeldet.

00:04:42: Und hab dann jeden Tag nach der Schule nach Hause gekommen, an meinen Roboter programmiert, getüftelt... ...und hab dann eine fünfzehnseitige wissenschaftliche Arbeit drüber geschrieben, ins Wettbewerb gegangen.. ..und hat mein Projekt AirJury präsentiert und nach mehreren Wochen Arbeit.

00:05:01: Und dieser Präsentation bin ich tatsächlich Dritter geworden von zwei!

00:05:06: Es gab zwei Teilnehmer und die Jury hat sich entschieden, wir den dritten Platz zu verleihen.

00:05:12: Das geht bei Jungforscht tatsächlich wenn die Jüri der Meinung ist das kein Projekt stark genug wäre um da die Region beim Landeswettbewerb zu vertreten.

00:05:21: Und natürlich hätte sich das für mich so anführen sollen als sei es ein Rückschlag.

00:05:25: aber so habe ich den Moment gar nicht mehr in Errung.

00:05:28: Ich bin nach Hause gefahren, es hat geregnet gegen die Fensterscheibe und ich erinnere mich nur daran gedacht zu haben Ja, was ist denn mein nächstes Projekt?

00:05:36: Weil dieses Arbeiten an Projekten und Technologien hat mich damals schon so begeistert.

00:05:41: Und ich konnte mir gar nicht mehr vorstellen das einfach sein zu lassen... ...und dann habe ich einfach weitergemacht!

00:05:46: Ich wollte dich da eigentlich noch fragen ob du dieses Programmieren selbst beigebracht hast.

00:05:51: Das klingt jetzt ein bisschen aus einer Mischung aus einem schöner Zufall in der Schule.. ..und dann aber kommt es eigener Engagement?

00:05:57: Ja auf jeden Fall.

00:05:57: also ich glaube diese dieses erste Interesse wurde in der schule geweckt und dann ... das Erleeren des Programmierens habe ich größtenteils durch... ... am Anfang einige Bücher zu den Negorobottern, aber dann vor allem auch Videokorse und so schnell wie möglich eigene Projekte eigenständig durchgezogen.

00:06:17: Also ich hab so schnell als möglich angefangen diese Sachen die ich gelernt habe praktisch umzusetzen und ich glaube es war unglaublich wichtig um die Motivation nicht zu verlieren.

00:06:25: Man hört ja auf jeden Fall raus dass es dir wichtig ist ich sage mal Sachen wirklich in die Welt zu bringen.

00:06:30: also was genau motiviert dich dabei bzw Beziehungsweise?

00:06:34: was für einen Anspruch hast du da an deine Projekte, in deiner Arbeit?

00:06:37: Also ich muss sagen die... also von Anfang an war diese Interesse, diese Faszination da dass sich auf einmal meine Ideen Realität werden lassen konnte.

00:06:51: Ich hatte die Idee und wusste ich wollte.

00:06:54: Zum Beispiel am Anfang hatte ich den Plan, die Idee ein Monopoly-Roboter zu bauen.

00:06:58: Also einen Roboter der gegen dich Monopoly spielen konnte.

00:07:01: Weil ich wollte Monopoly spielen und hatte teilweise keine Partner, die mit mir spielen wollten.

00:07:06: Und dann habe ich eine Lego-Robotter gebaut, der selbst gewirbelt hat und selbst das Spiel gemanagt hat.

00:07:13: Das hat einfach Spaß gemacht!

00:07:15: Weil auf einmal hatte ich diese Idee, eine Skizze in meinem Notizbuch... ...und dann war es auf einmal Realität.

00:07:23: Das hat bei mir sozusagen den Staat verursacht, aber ich glaube... ...der Großteil der Motivation und Begeisterung kam etwas später.

00:07:33: Und zwar habe ich nach meinem ersten Robotikprojekt... ...hab' ich mir vorgenommen dass wenn ich jetzt weiter arbeite dann möchte ich an Projekten arbeiten die was bringen außerhalb von Wettbewerben also die tatsächlich Menschen helfen können.

00:07:48: Ich hab damals angefangen mit vierzehn Jahren meine erste App zu entwickeln.

00:07:54: Damals tatsächlich erste Bildungsapps, ich wollte Vokabeln lernen für die Schule und habe angefangenen Vokabetrainer zu entwickeln der komplett sprachbasiert war.

00:08:02: das gab es damals noch nicht auf dem Markt.

00:08:04: Und dann hab' ich die App für mich selber entwickelt und wollte sie Für ein paar Freunde von mir verfügbar machen und habe sie in den App Store hochgeladen und Auf einmal habe Ich gesehen wie hunderte Menschen auf der ganzen Welt das Produkt genutzt haben Von dem Produkt Mehrwert erhalten konnten was ich in meinem Kinderzimmer entwickelt hatte.

00:08:23: Und das war dann der Motivation und Antrieb genug, da einfach dran zu bleiben und immer und immer ambitioniertere Projekte zu realisieren.

00:08:31: Cool beeindruckend!

00:08:32: Da kann ich gleich mit einem weiteren Zitat anschließen, dass da glaube ich sehr gut passt – und zwar auch wieder ein Zitat wie gesagt von dir.

00:08:40: Innovation bedeutet für mich heute vor allem sich nicht von selbst zweifeln ausbremsen zu lassen.

00:08:45: also bei dem was du jetzt schon gesagt hast Was bedeutet das genau, wenn du das jetzt weiter ausführst?

00:08:51: Also ich glaube es war noch niemals einfacher mit Sachen anzufangen.

00:08:57: Aber es war auch doch niemals einfacher nicht mit Sachen zu fragen.

00:09:01: Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten und wenn man sich umschaut dann sind viele Produkte, viele Projekte schon so ausgereift dass ich befürchte, dass viele Leute da ausschauen und sagen ja das kann ich vielleicht einfach... gar nicht so realisieren und ich glaube es ist unglaublich wichtig diesen ersten Schritt zu machen.

00:09:20: Ich glaube, es ist sehr relevant anzufangen und zu sagen vielleicht weiß ich noch nicht genau wie ich alles umsetzen möchte aber ich mache den ersten Schritt und dann versuche ich das rauszukriegen und das hat mir damals sehr geholfen...ich war damals um ehrlich zu sein wahrscheinlich einfach zu naiv zu wissen wie komplex das Ganze war was sich mir als sie gesetzt hatte.

00:09:43: Und dann habe ich es einfach gemacht und es hat irgendwie funktioniert.

00:09:46: Ich glaube, dieses Einfachstaaten, einfach Sachen in Angriff nehmen – das kann wirklich so die Grundlage dafür sein, wirklich großartige Produkte und Services zu erschaffen.

00:09:59: Das klang jetzt perfekt nach diesem Sprichwort!

00:10:01: Wie geht's?

00:10:02: Alle haben gesagt «Es geht nicht» und dann kam einer der wusste das nicht und hat sie einfach gemacht.

00:10:06: Genau

00:10:06: genau!

00:10:07: Also ich glaube so ein bisschen Navi-Tät... Ja, also was kann schon schief gehen?

00:10:13: Das ist wirklich fantastisch zu haben.

00:10:16: Und man merkt glaube ich jetzt schon auch so, dass du dich ja dabei nicht ausbremsen lässt und allein die ganzen Auszeichnungen... ...die Wettbewerbe, die du mitgemacht hast.

00:10:25: So das zeigt dir einfach, dass Du da sehr aktiv bist.

00:10:30: aber ich wollte gerne nochmal in Richtung genau dieser Wett bewerbe dieser Formate nachhaken.

00:10:34: Also Formate wie zum Beispiel Start-up Teams oder Jugendforscht.

00:10:38: Aus deiner Sicht, welche Bedeutung hat sowas?

00:10:41: Ja also ich muss sagen... Ich fühle mich diesen Wettbeer-Smarten wirklich sehr verbunden.

00:10:47: Weil es für mich damals der Startpunkt war für viele meiner ambitioniertesten Projekte.

00:10:53: Ich habe damals angefangen mit vor allem technischen Projekten die bei Wissenschaftswettwärmen wie Jugendforscht eingereicht haben und danach hab' ich durch Gründungs, Start-up und Business-Wettbewerber immer mehr über die geschäftliche Seite hinter solchen Ideen gelernt.

00:11:10: Und ohne diese Treppenstufen, die ich im Rahmen der Wettwerbe erklimmen konnte, glaube ich nicht dass sich mir dieses Wissen die Fähigkeiten angeeignet hätte aber auch gar nicht so ambitionierte Projekte realisiert hätte.

00:11:25: Was ich spannend finde an den Wettwärmen ist es gibt einen klaren Rahmen in dem man sich bewegen kann.

00:11:32: Anstatt häufig, wenn man Projekte anfängt weiß man gar nicht was man alles machen muss.

00:11:38: Was die nächsten richtigen Schritte sind.

00:11:40: es gibt so viele Möglichkeiten was man machen kann und ich glaube das gute Wettbewerb gutmachen ist eine klare Struktur vorzugeben an die man sich halten kann und wo man das grobe Grundkonzept entdecken Erlernen kann und dann darauf in Zukunft aufbauen kann.

00:12:02: Und das haben wir Wettbewerbe wirklich immer und immer wieder gegeben, sei es Jugendforsch, wo ich angefangen habe.

00:12:08: Jugendgründet best Form hier in Sachsen-Anhalt oder viele weitere Initiativen.

00:12:14: Ich glaube außerdem bringen sie die Leute zusammen, die an solchen Themen interessiert sind.

00:12:19: Die Leute, die wirklich begeistert von einzelnen Ideen, von Startups, ... einiziativen sind und dann selbst motiviert an solchen Sachen arbeiten.

00:12:29: Und ich glaube, das hat mir auch immer diese Motivation gegeben... ...und gezeigt was man ansonsten noch machen kann.

00:12:36: Ohne dieses Netzwerk, was man dadurch aufbauen konnte, weiß ich nicht ob ich so lange daran geblieben wäre?

00:12:41: Okay!

00:12:43: Dann würde ich mal direkt fragen gibt es da eine Auszeichnung wo du sagst die bedeutet mir besonders viel oder keine Ahnung?

00:12:52: Das war für mich das beeindruckendste.

00:12:55: Sehr, sehr gute Frage.

00:12:57: Also ich hatte ja wirklich das unglaubliche Glück schon in den letzten Jahren um die Welt reisen zu dürfen und unter anderem Auszeichnungen von Microsoft, South by Southwest der Europäischen Kommission und auch dem US-Kongress bekommen zu dürfen.

00:13:15: Ich glaube, die Auszeichnung, die mir immer in Erinnerung bleiben wird ist... ...die den Startup-Bettwerb, den ich damals gewonnen habe auf der Bits and Pretzels präsentieren zu dürfen.

00:13:28: Ich hatte die große Ehre vor mehreren tausend Leuten und direkt vor dem Auftritt von Michelle Obama, auf der bühne stehen zu dürfen und mein Startup pitchen zu dürfen Und das war wirklich eine unglaublich spannende Erfahrung.

00:13:42: man ist in den Backstage Bereich gekommen wurde vom Secret Service durchsucht und ist dann auf die Bühne getreten.

00:13:49: Man konnte die Reihen von Menschen gar nicht mehr sehen, die sich irgendwann im Dunkeln verloren haben.

00:13:55: Und man konnte einfach präsentieren und leidenschaftlich davon berichten was man jetzt die letzten Monate und Jahre umgesetzt hat.

00:14:06: Das war einfach so ein besonderer Moment für mich das ja mir immer in Erinnerung bleiben wird.

00:14:10: Wow, so viele Leute.

00:14:11: Also ich kann dir sagen... Ich glaub mein Herz, wenn mir ganz schön erstmal nach unten rutscht!

00:14:17: Aber es ist natürlich... Kann nicht nachvollziehen dass das ein unglaubliches Erlebnis ist.

00:14:22: Aber dann lass uns ja vielleicht mal direkt da drauf gehen.

00:14:24: Das ist eine super Überleitung weil ich... wollte natürlich gerne auch über deine App reden, Mathex.

00:14:30: Die du ja jetzt gerade schon quasi ein bisschen angeteasert hast und was ja auch gesagt hast du auf der bits and pretzels die vorgestellt hast und ich wollte dich bitten mit der Erfahrung dazu die du da gesammelt hast.

00:14:40: könntest du vielleicht mal kurz pitchen was das für eine app ist?

00:14:43: Natürlich sehr gerne.

00:14:44: also mathex ist eine personalisierte Mathematik-Learnplattform für Grundschüler.

00:14:50: wenn man sich die wissenschaftliche Literatur anschaut dann kann man etwas wirklich spannendes finden Und zwar sind die mathematischen, grundlegenden mathematischen Fähigkeiten unglaublich entscheidend und ein unglaublich guter Verhersager für akademisch beruflichen und auch Erfolg im Alltag.

00:15:09: Ob man gut durch den Alltag gehen kann.

00:15:12: Diese Fähigkeit kann man meistens schon in der zweiten oder dritten Klasse testen und dadurch gute Vorhersagen treffen.

00:15:20: Das liegt daran dass Mathematik besonders ist in Bezug auf zwei Punkte.

00:15:24: zum einen baut Mathematik immer auf grundlegeren Sachen auf.

00:15:28: Das heißt, man kann keine Multiplikation verstehen oder Additionen verstanden zu haben.

00:15:32: Man kann keine Potenzrechnung verstehen ohne Multiplifikation vollständig verstanden haben.

00:15:36: und gleichzeitig ist Mathematika dieser Fachbereich der alle möglichen Sachen berührt, sei es in den Wissenschaften, in der Statistik und darüber hinaus.

00:15:45: Und die spannende Sache ist aber diese mathematischen Grundfähigkeiten auf den alle anderen mathematischen Fähigkeiten aufbauen, dass diese tatsächlich lernbar sind.

00:15:56: Also durch personalisierte Übungen kann man sie sich komplett anereignen aber das verfrühe eben nur Leuten mit beispielsweise privaten Nachhilfelehren möglich und mein Ziel war es damals eine personalisierte Plattform zu... bauen, die jedem Schüler die Möglichkeit gibt.

00:16:12: Die mathematischen Basiskompetenzen vollständig zu erlernen und zu verinnerlichen.

00:16:17: Genau das habe ich im Rahmen von MathX gebaut.

00:16:20: Die Plattform ist komplett sprachbasiert also man hat ein Lehrer der einem tatsächlich Mathematik Aufgaben abfragt und richtet sich vollständigt nach den individuellen Stärken des einzelnen Schülers.

00:16:33: Ich hab die Plattform damals angefangen mit sechzehn Jahren zu entwickeln.

00:16:37: mittlerweile wurde sie von tausenden Schülern in über sechzig Ländern auf der ganzen Welt heruntergeladen.

00:16:44: Und es freut mich natürlich immer und immer wieder zu hören, dass sie tatsächlich helfen kann und das Schüler jetzt nicht nur die Ergebnisse sehen sondern tatsächlich Spaß daran haben Mathematik Aufgaben zu lösen.

00:16:55: Ja an Vorbereitung zu unserem Gespräch habe ich mir die Ad natürlich auch mal runtergeladen.

00:17:00: Jetzt kann ich damit lenzen, dass sich die Aufgaben geschafft haben aber ich bin ja auch kein Schüler mehr Aber fand ich auch cool, also werde ich demnächst glaube ich auch mal mit einem jüngeren Publikum testen.

00:17:11: Also ich glaub es ist jetzt schon ein bisschen rausgekommen was dich auch an Mathe begeistert.

00:17:16: Trotz allem gibt ja wirklich Apps in allen möglichen Bereichen heute ob du jetzt Fitness-Apps hast, ob du Sachen hast für Business Anwendungen, ob das weiß nicht das persönliche Management ist oder große Unternehmensanwendung unterhaltungsapps und Games auch mal wieder großes Thema Ja, also eine Lern-App ist dann vielleicht für viele nicht leicht so das erste was vielleicht irgendwie im Kopf kommt.

00:17:37: Deswegen schon nochmal die Frage wie du drauf gekommen bist oder warum denn gesagt dass ich mache explizit eine Lerner App?

00:17:43: Also da ist wirklich eine fantastische Frage und über die Jahre hinweg konnte ich auch eine Reihe von Apps in ganz verschiedenen Bereichen entwickeln.

00:17:52: Ich habe auch Apps in Ernährung Fitness Automation und darüber hinaus entwickelt.

00:18:01: aber Ich glaube also Bildung ist für mich was ganz besonderes.

00:18:07: Ich habe vorhin schon erwähnt, dass die allererste App, die ich ja jetzt entwickelt habe eine Bildungsapp war, das aus eigenem Bedürfnis entstanden ist.

00:18:14: Ich musste damals immer in der Straßenbahnfahrt hinsetzen und meinen Lateinbuch aufschlagen und Vokabeln aus meinem Lateinbuch in Vokabetrain-Apps eintippen weil den Apps mit Multiple Choice oder mit Karteikarten lernen wollte.

00:18:29: Das hat stundenlange Arbeit gedauert, die ich nicht in das Lernen investieren konnte und dadurch hatte ich weniger Zeit für andere Sachen, die Ich machen wollte.

00:18:37: Und ich habe angefangen aus eigenem Bedürfnis heraus eine Lernapp zu entwickeln und das Feedback und die Rückmeldung und die Auswirkungen von solchen Apps konnte ich bisher in keinem anderen Projekt so sehen.

00:18:53: Also dass Leute tatsächlich Sachen verstehen, Sachen verinnerlichen können, wozu sie davor noch gar kein Bezug hatten und das dieses diese grundlegende Lernumgebung auf einmal spaßig ist... fand ich immer schon so begeisternd, gerade auch weil mir Bildung so viel selbst gegeben hat.

00:19:14: Mir hab damals relativ früh eine Leidenschaft für die Mathematik und das theoretisch dahinter selber gefunden.

00:19:22: Und genau das hat mir so viel geholfen in verschiedenen Sachen, die ich danach gemacht habe, dass ich es einfach wirklich inspirieren fand, das an andere weitergeben zu können.

00:19:33: Ja sehr cool!

00:19:35: Ja, vielleicht die Frage.

00:19:38: Gibt es denn irgendwie ein aktuelles Projekt über das du schon reden kannst?

00:19:42: Also abseits jetzt von Mathex was da oder ob dass du dich vielleicht als nächstes stürzen möchtest?

00:19:49: Ja also ich bin.

00:19:50: ich sitze natürlich nicht still und es macht mir immer Spaß an verschiedensten Projekten zu arbeiten.

00:19:57: Und ich habe auch gerade in dem Bereich von mobilen Apps weiterentwickelt.

00:20:05: Ich glaube, die großen Ankündigungen darüber was genau ich gerade umgesetzt habe und aufbauen wird demnächst noch kommen.

00:20:13: Aber was sich jetzt schon sagen kann ist dass das App-Portfolio was ihr aufgebaut haben mittlerweile weit über einhunderttausend Downloads auf der ganzen Welt zusammen sammeln konnte und tausende wirklich glückliche Nutzer hat was mich immer und immer wieder begeistert.

00:20:31: und in jedem Fall kann ich sagen jetzt und weiterhin wirklich Apps bauen möchte, die einen positiven Einfluss auf das Leben von vielen Menschen haben.

00:20:41: Und genau das hat mich immer schon motiviert und das macht mir von der Arbeit her Spaß aber natürlich auch von den Konsequenzen, die es da aus für Menschen in der ganzen Welt haben kann.

00:20:52: Wow!

00:20:52: Schon so viel Downloads ist eine schöne Sache für die eigene Bucketliste was man so erreicht hat.

00:20:57: Aber ich habe noch ne Bucket List Frage.

00:21:00: also wir hatten ja jetzt schon hier die großen Namen der Tech Branche, Silicon Valley, South by Southwest.

00:21:05: Du hast ein US-Kongress genannt.

00:21:07: Hast du denn da noch was auf der Bucketlist?

00:21:09: Wo du sagst das kann das jetzt noch toppen

00:21:11: in Bezug auf große

00:21:14: Bühnenpreise wo du sagest da will ich nochmal mitspielen.

00:21:19: also gerade muss ich sagen wenn ich überlege langfristig was sind meine Ziele dann sind es mittlerweile nicht mehr unbedingt bestimmte Preise oder Auszeichnungen, die ich erreichen möchte.

00:21:33: Sondern vor allem Impact, den ich schaffen möchte!

00:21:36: Also... Ich glaube mein langfristiges Ziel ist es tatsächlich Anwendung, Programme und Techniken zu entwickeln, die eine Milliarde Menschen auf der Welt positiv beeinflussen kann Also in irgendeiner Art und Weise berühren, um wirklich den positiven Einfluss auf ihr Leben zu haben.

00:21:56: Ich will große Software bauen oder große Technik bauen und da bin ich super gespannt und das ist mein Ziel was mich immer wieder antreibt.

00:22:05: Ja dann wir kommen auch so langsam zum Ende.

00:22:09: und eine Sache du hast es glaube ich gerade auch schon mal genannt Du warst ja auch beim Best Form Award, da warst du glaube ich einmal Finalist.

00:22:15: Aber du warst jetzt auch bei der aktuellen Wettbewerbsrunde der offizielle Botschafter des Best Form Awards und ich denke mit allem was du so schon erzählt hast und dann auch nochmal den Best Form award würde ich sagen das ist ein ziemlich guten Einblick auf das was an Ideen hier im Land entsteht was so eine Innovation vonstatten geht.

00:22:37: Da wollte ich dich gerne noch mal bitten vielleicht zu sagen, was würdest du so jungen Menschen aktuell mit auf den Weg geben wollen?

00:22:46: Die vielleicht selber sagen ich will mal gründen.

00:22:48: Ich habe irgendwie eine innovative Idee die möchte ich angehen oder hier ist irgendwie ein Problem das sich sehe und ich möchte ne Lösung bauen.

00:22:56: Was sollten die aus deiner Sicht

00:22:57: beherzigen?".

00:22:58: Ich glaube das Wichtige, das Wichtigste und das habe ich vorhin auch schon angesprochen ist es einfach anzufangen.

00:23:06: Aber nicht Angst davor zu haben größer zu denken also wirklich zu schauen wie kann man so viele Leute wie möglich damit erreichen?

00:23:13: Ich hätte mir niemals erträumen können als ich damals meine erstes High Code geschrieben habe dass die Apps sich in den kommenden Jahren entwickeln würde tatsächlich hundertausende Leuten im Leben helfen könnten.

00:23:26: einfach großzudenken und sich da nicht limitieren zu lassen, das ist mein großer Ratschlag.

00:23:33: Und dann diesen ersten Schritt einfach zu machen auch wenn man noch nicht genau weiß ob alles funktionieren wird und noch nicht alles durchdacht hat.

00:23:41: ich glaube Aktionerhandlungen ist da wirklich das wichtigste und grundlegendste was wir machen kann und gleichzeitig glaube ich dass solche Initiativen wie insbesondere auch der Best Form Award fantastisch sind, um genauso was zu fördern.

00:23:59: Um genau diese ersten Schritte zu ermöglichen und die Vorstellungskraft weiterzutreiben eben weil man diese strukturierte und wirklich gut durchdachte Format hat und gleichzeitig in Kontakt mit vielen anderen unglaublich motivierten und inspirierenden Persönlichkeiten kommen kann.

00:24:15: Und das kann ich auf jeden Fall bestätigen als jemand, der zweimal beim Finale anwesend sein darf.

00:24:22: Also das ist wirklich eine fantastische Chance und ich glaube, eine großartige Initiative.

00:24:28: Was ja jetzt glaube ich ganz gut durchgekommen ist so ne?

00:24:30: Es geht um das eigene Stremen es geht doch ein bisschen ehrgeiz auch manchmal um den Mut einfach Sachen auszuprobieren.

00:24:38: Und wir hatten auch zum Anfang diesen Punkt, wo du erzählt hast dass du im Prinzip über ein Projekt in der Schule irgendwie mit Robotik in Kontakt gekommen bist.

00:24:47: Dass es dann solche Wettbewerbe gab die dann ich sag mal einen bestimmten Rahmen geboten haben um sich auszuprobieren und vielleicht auch mit anderen in Kontakt zu kommen.

00:24:58: Das heißt so ein Stück weit sind ja auch immer die Rahmenbedingungen entscheidend wie Innovation und ich sage mal Gründer Geist funktionieren können oder Räume kriegen, sich zu entfalten.

00:25:12: Da vielleicht abschließend nochmal die Frage an dich was daraus deiner Sicht wichtig?

00:25:17: Also vielleicht auch mal aufs Land oder größer auf Deutschland geguckt so... Was wird schon gemacht?

00:25:24: Was könnte vielleicht noch mehr passieren?

00:25:26: Genau das wäre eine abschliessende Frage von mir!

00:25:30: Ich glaube die wichtigste Sache ist, dass man tatsächlich sich das Umfeld schaffen kann von anderen Menschen.

00:25:35: Die ähnliche Ambitionen und Begeisterung und Leidenschaft mitbringen und motiviert an eigenen ambitionierten Ideen arbeiten.

00:25:43: Das hat mir immer sehr viel geholfen da den... Kontakt zu haben, zu anderen Leuten die auch davon begeistert waren.

00:25:51: Sei es im Kontext von beispielsweise Wettbewerben oder im Kontex von Schule oder von Studium und das müssen natürlich nicht genau die gleichen Ideen oder Ansätze sein aber dass man diese Referenz das Vorbild hat und sehen kann was ist tatsächlich möglich?

00:26:11: Ich glaube wenn man komplett auf sich alleine gestellt ist immer alleine an einer Sache arbeiten kann oder arbeiten möchte, dann ist es schwierig nicht unbedingt nur die Motivation beizubehalten sondern sich dazu zu motivieren noch mal größer zu denken und nochmal andere Perspektiven auf die eigene Idee schon mitzubekommen.

00:26:34: Und ich glaube dieses Schaffen von Räumen und Umgebung in denen sich gleichgesinnte Leute finden und vernetzen können unglaublich hilfreich ist, gerade auch im Land.

00:26:47: Also ich glaube alle Initiativen die sowas fördern sind fantastisch um eben diese Netzwerke zu schaffen und Ideen und Leidenschaften weiter für uns zu können.

00:27:02: Ja vielen vielen Dank.

00:27:04: dann bleibt mir fast nur noch zu sagen alles Gute für die Zukunft!

00:27:08: Ich freue mich auf die eine Milliarden Nutzer Software, ich bin sehr gespannt.

00:27:13: Es klingt gut und ja wie gesagt danke dass du dir Zeit genommen hast und heute mit dabei warst.

00:27:18: Vielen Dank, dass du heute dabei sein darf.

00:27:20: Tschau!

00:27:27: Geschmacksmuster.

00:27:28: der Podcast für die Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt besucht uns im Netz unter kreativ-sachsen-anhalt.de.

00:27:45: Dieser Podcast und der Best Form Award werden präsentiert vom Land Sachsen-Anhalt, und der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen Anhalt MbH.

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Das Portal „Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt“ widmet sich den verschiedenen Teilmärkten der Branche und den jeweiligen Akteur*innen im Land. Mit unserem Podcast „Geschmacksmuster“ möchten wir hinter die Kulissen der Kreativszene in Sachsen-Anhalt blicken, zeigen, was hier passiert, wer hier agiert und wie hier gearbeitet wird – von „Wie wird man eigentlich …?“ über „Was macht eigentlich ein*e …?“ bis hin zu „Was hättest du gerne vorher gewusst (und würdest du es dann immer noch machen)?“ fühlen wir unseren Gästen auf den Zahn.

von und mit IMG Sachsen-Anhalt

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